Axel Engels in der MV zum Konzert mit den Blue Poets

RHEINE

26.03.2017 | Konzert im Hypothalamus

Rockiger und soundstarker Blues

Blue PoetsDie „Blue Poets” haben am Samstag im Hypothalamus mit Bluesrock der 70er Jahre für ausverkauftes Haus gesorgt. Zwar stand dabei der rockige Anteil im Vordergrund, aber auch Blues­Puristen kamen voll auf ihre Kosten.

Mit „The Blue Poets“ erlebten die Besucher im ausverkauften Konzert der Bluesnote­
Initiative ein rockiges Blueserlebnis der soundstarken Art. Den Errorhead­Vordenker, Gitarristen und Songwriter Marcus Deml hat man im Hypothalamus ja schon erlebt. Er bot zusammen mit dem australischen Sänger Gordon Grey, dem Bassisten Phil Steen und dem Schlagzeuger Felix Dehmel eine ganz besondere Art, den Bluesrock der 70er Jahre in einem lebendigen und mitreißenden Gewand, wobei der Schwerpunkt eher auf der rockigen Attitüde lag. Aber auch Blues­Puristen kamen bei diesem abwechslungsreichen Konzert bei den langsamen Balladen auf ihre Kosten, bei denen Marcus Deml seiner 63er Stratocaster unter die Haut gehende Melodien entlockte.

 Kompromisslose Leidenschaft
Bei diesem Konzert gab es keine Kompromisse, die Band spielte mit ungebremster Energie und Leidenschaft von der ersten Sekunde an. Wie die Band „The Blue Poets“ heißt auch der Debut­Silberling der Formation, den die Musiker in einem ohne Pause unterbrochenen Konzert an diesem Abend präsentierten. Schon beim Intro „Goodbye“ konnte Sänger Gordon Grey seiner Leidenschaft freien Lauf lassen, schließlich kann man bei diesem „Liebesaus“ ging es um eine extrovertierte Verarbeitung. Auch bei „Sad, sad, sad“, der Schilderung einer vertrackt langweiligen Begegnung mit einer wunderbar schönen Frau aus einer Partnerbörse, suchte und fand die Band genau das passende Klangbild.
Marcus Deml gehört seit Jahren mit seinen Saitenkünsten zu den gefragtesten
Studiomusikern, wusste seine ganzen Erfahrungen mit fulminanten Soli einzubringen. Selbst bei der Version von „Sunshine of your Love“ von Cream erlebte man kein simples Covern, sondern dieser altbekannte Song war in ein markantes und unter die Haut gehendes Gewand gekleidet.
Anleihen bei Jimi Hendrix
Natürlich spürte man die musikalischen Wurzeln von Marcus Deml, machte er immer wieder Anleihen bei Heroen wie Jimi Hendrix. Nach „Errorhead“ hat Marcus Deml wieder zum virtuosen Bluesrock gefunden, sich dabei jegliche stilistischen Freiheiten bewahrt. Dadurch wirkte dieser Abend mit „The Blue Poets“ unglaublich frisch, zumal jeder einzelne Musiker seine Qualitäten ganz einbringen konnte.
Den Australier Gordon Grey hat Marcus Deml als Straßenmusiker kennengelernt und ihn gefragt, ob er auch Blues singen könne. Dies zeigte Gordon Grey mit Bravour und markant rauchiger Stimme an diesem Abend bei Songs wie „Song for Gary­Pretty Woman“ und „Shallow words“.
Marcus Deml, der die meisten Songs dieses Konzertes geschrieben hat, zeigte sich bestens aufgelegt, hatte sicht­ und hörbar mit seinen Kollegen ganz viel Spaß auf der Bühne. Schlagzeugers Felix Dehmel unterlegte alles mit punktgenauen Rhythmen, sein
Solo bei „Strange kind of woman“ war schon etwas ganz Besonderes. Den Sound der
Band bereicherte Phil Steen mit seinem groovenden Bass. Die Lebendigkeit der Musiker und ihre Freude am Spiel übertrug sich direkt aufs Publikum, feierte man gleichsam eine fulminante Blues­Rock­Party.
Das übertrug sich auf das Publikum, riss mit und so feierte man gleichsam eine fulminante Bluesrock­Party. Am Ende gab es noch mit einer genialen Interpretation des Klassikers „Little Wing“ eine Hommage an Jimi Hendrix, wurden die Musiker erst nach vier Zugaben unter viel Applaus die Bühne entlassen.
Autor: Axel Engels
  Mit freundlicher Unterstützung        
bolwindokters hardyschmitz logo hypothalamus mv
  stadtrheine  Zinema City R Stadt Kino  Hier könnten Sie stehen!